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vor 1 Monat
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Seouldrip🇰🇷

Das erste professionelle Gaming-Team und die ersten Pro-Gamer unseres Landes

StarCraft, das 1998 veröffentlicht wurde, erlebte in Korea einen enormen Popularitätsschub

und war ein großer Erfolg. Es half bei der Gründung von PC-Cafés während der IMF-Krise

und spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der koreanischen Gaming-Kultur.

Mit der Verbreitung von StarCraft und PC-Cafés gab es viele koreanische Nutzer,

die außergewöhnliche Fähigkeiten in diesem Spiel zeigten und zahlreiche Plätze im Weltranking belegten.

Unter ihnen war Shin Joo-young einer der repräsentativsten Gamer der späten 90er Jahre.

Bereits vor StarCraft hatte er in verschiedenen Gaming-Wettbewerben

Erfolg gehabt, unter anderem durch den Sieg

bei einem Virtua Fighter-Turnier in Japan.

Shin Joo-young war ein Pro-Gamer der ersten Generation, der zusammen mit Lee Gi-seok (bekannt aus der Kornet-Werbung),

dem OnGameNet-Kommentator Kim Do-hyung, Bong Jun-gu und Guk Ki-bong aktiv war.

Er war berühmt für sein herausragendes Können

und galt als Spieler mit extrem schnellen Händen. Als Rassen wählte er

abwechselnd Zerg und Protoss.

- Screenshot von Shin Joo-yongs Spiel beim StarCraft Ladder Tournament 1998 -

Durch seinen Sieg beim von Blizzard ausgetragenen StarCraft Season 3 Ladder Tournament 1998

steigerte er seine Bekanntheit schlagartig.

- Interviewfoto während der PGL-Qualifikation -

Beim von AMD gesponserten PGL-Turnier war er der einzige registrierte

koreanische Spieler. Er nahm am Season 4 Turnier 1999 teil,

schied jedoch leider in der finalen Qualifikationsrunde aus.

Übrigens war der Gewinner von PGL Season 4 Guillaume Patry.

Shin Joo-young, der so sowohl national als auch international aktiv war, besitzt neben seinem Können

einen bedeutsamen historischen Rekord:

In einem Interview mit dem Magazin „PC Player“ (Ausgabe März 1999) sowie in einem Zeitungsinterview

gilt er als die erste Person, die ihren Beruf offiziell als

„Pro-Gamer“ bezeichnet hat.

Neben der Teilnahme an Turnieren erstellte er auch einen StarCraft-Strategy-Guide,

der eine Verkaufszahl von über 200.000 Exemplaren erreichte.

Zudem arbeitete er gemeinsam mit anderen Gamern an StarCraft-Romanen basierend auf dem Originalspiel.

Aus heutiger Sicht mag es unzureichend erscheinen, aber für StarCraft-Einsteiger

war Shin Joo-yongs Guide ein sehr empfehlenswertes Buch.

- Während des Zeitungsinterviews -

Da dies die Anfangszeit war, in der es den Begriff „eSports“ noch gar nicht gab,

mag man meinen, dass die Einnahmen gering waren. Doch auf die Frage nach dem Einkommen im Zeitungsinterview

deutete er an, dass er etwa 100 Millionen Won verdient habe.

Wenn man den Zeitraum der späten 90er und sein Alter berücksichtigt,

kann man davon ausgehen, dass dies ein beträchtlicher Betrag war.

Shin Joo-young war auch Teil eines Teams. Der Anfang nahm seinen Lauf

bei „Seulgibang“, einer PC-Café-Kette, die in Busan startete und wuchs.

Damals gab es eine Filiale im 6. Stock des Eagle-Gebäudes vor der Yonsei-Universität in Sinchon.

Seulgibang war eine PC-Café-Kette, die von dem Unternehmen Cheong-oh Information & Communication betrieben wurde,

landesweit großen Erfolg feierte

und mit einer Versammlung bekannter nationaler Spieler das erste professionelle Gaming-Team Koreas,

das SG-Team, gründete.

Das SG-Team bestand aus Spielern, die in der koreanischen StarCraft-Szene bekannt waren,

wie Shin Joo-young, Lee Gi-seok, Kim Chang-sun, Lim Young-soo und Lee Chang-seung.

Im Gegensatz zu den damaligen kleinen Teams in Gildenform

erhielt dieses Team die Unterstützung eines bestimmten Unternehmens.

Die Seulgibang-Filiale in Sinchon wurde als Trainingszentrum und Wohnheim zur Verfügung gestellt,

dort wurden Training und Strategieforschung betrieben. Ein zuständiger Manager

begleitete die Spieler und kümmerte sich um deren Verwaltung.

Die Betreibergesellschaft von Seulgibang, Cheong-oh Information & Communication,

zahlte ein monatliches Gehalt von 1 Million Won aus.

Die Struktur ähnelte somit bereits modernen eSports-Organisationen.

In einem Interview aus dem Jahr 2000 gab Lee Gi-seok an, dass sein monatliches Einkommen bei etwa 2 bis 3 Millionen Won liege

und das Gehalt von Cheong-oh Information & Communication separat dazu käme.

Doch durch den Zusammenbruch des frühen Venture-Booms und entsprechende Restrukturierungen

lösten sich viele große und kleine Teams der ersten Gamer-Generation auf. Auch Cheong-oh Information & Communication

litt unter finanziellen Engpässen und Anpassungsproblemen, woraufhin das SG-Team im Dezember 2000 aufgelöst wurde

und in der Geschichte verschwand.

Die Tradition der Gaming-Teams riss jedoch nicht ab. Später, als spezialisierte Gaming-Sender

und Gaming-Ligen an Bedeutung gewannen und das Konzept des eSports expandierte,

übernahmen oder gründeten Unternehmen wie SK und KT bestehende kleine Gaming-Teams.

Durch die Entdeckung neuer Talente und die Organisation großer Fangemeinden

konnte die Lücke, die das Ende der frühen Teams hinterlassen hatte, gefüllt werden.

Quelle: https://www.fmkorea.com/best/9904770776

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