Universitäten verurteilen „Mangel an Stimmzetteln“... „Die Blume der Demokratie wurde abgeknickt“
Auch an den Universitäten in Seoul werden seit dem 3. Stimmen laut, die den Mangel an Stimmzetteln bei den Kommunalwahlen am 6. März verurteilen. An einigen Universitäten werden Unterschriften gesammelt, mit der Forderung, dass die Studierendenschaft auf offizieller Ebene protestieren müsse.
An der Yonsei-Universität wurde in der Campus-Community eine unter Klarnamen verfasste Erklärung veröffentlicht, die die Studierendenschaft zu einer Reaktion auf den Stimmzettelmangel auffordert, und eine Unterschriftenaktion wurde gestartet. Laut dem Verfasser der Erklärung hatten bis 10:53 Uhr an diesem Tag insgesamt etwa 270 Personen an der Aktion teilgenommen.
Der Verfasser bezeichnete den Vorfall als „ein Ereignis, bei dem das Wahlrecht der Bürger aufgrund der Unfähigkeit staatlicher Organe verletzt wurde und die Grundlagen der Demokratie erschüttert wurden“. Er forderte: „Die Studierendenschaft der Yonsei-Universität soll unverzüglich eine Generalversammlung der Studierenden einberufen, um die Verurteilung des Stimmzettelmangels bei den Kommunalwahlen am 6. März und entsprechende Gegenmaßnahmen zu diskutieren.“ Gegenüber diesem Medium gab der Verfasser an, er plane, am Nachmittag gemeinsam mit anderen Studierenden ein Plakat im Studierendenhaus aufzuhängen.
Ein Masterstudent der Sungkyunkwan-Universität teilte zudem unter seinem Klarnamen ein Plakat in der Campus-Community mit dem Titel „Wahlen, bei denen die Legitimität des Verfahrens zerstört wurde, können nicht im Namen der Demokratie gerechtfertigt werden“. Er schrieb: „Die Probleme des Stimmzettelmangels, der Verzögerungen bei der Stimmabgabe und die Auseinandersetzungen über den Abtransport von Wahlurnen bei diesen Kommunalwahlen sind schwerwiegende Vorfälle, die das Vertrauen in die Wahl untergraben haben. Die Wahl ist die Blume der Demokratie, aber die Wurzeln dieser Blume sind verrottet.“
Auch an der Sogang-Universität veröffentlichte ein Student unter seinem Klarnamen ein Plakat mit dem Inhalt: „Der Staat ist verpflichtet, das Wahlrecht der Wähler zu gewährleisten. Uns wurde die Ausübung unserer Souveränität mit der Begründung verweigert, dass ‚nicht genügend Stimmzettel vorhanden seien‘, und so wurde die Blume der Demokratie abgeknickt.“ Er wies darauf hin, dass dies – unabhängig von der Logik der Regierungs- oder Oppositionsparteien – ein Vorfall sei, der zeige, wie leichtfertig unsere Gesellschaft mit der Demokratie umgegangen ist.
https://n.news.naver.com/mnews/article/023/0003980183?sid=102
Quelle: https://theqoo.net/hot/4229967556